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Rückblick 2009 / 2009 in Zahlen

Als erstes mal wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr

Ich blicke mal ein wenig in 2009 zurück. Was war gut? Was war weniger gut?

Wo fange ich denn an? Am besten bei dem, was mich am meisten beschäftigt hat...mein Gewicht...

Höchstgewicht 2009: 69kg (Anfang Januar 2009) BMI: 24,2
Tiefstgewicht 2009: 52kg (Anfang September 2009) BMI: 18,2

Abnahme 2009: -17kg
Zunahme 2009: +12 kg -.-

Immerhin war ich an keinem Tag im Jahr 2009 übergewichtig, sondern nur normalgewichtig bzw. ganz kurz mal untergewichtig.

Alle möglichen ES durchgemacht. Alle Arten. Von Hungern, Sportsucht und zwanghaftem Kalorienzählen zu unkontrolliertem übermäßigem Fressen (was andere nicht mal an zwei, drei Tagen runterkriegen würden, fraß ich in wenigen Minuten). Von kotzen und AFM zur Faulheit und Selbstbestrafung (durch dicker werden). Ja furchtbar. Ich frage mich wie ich da nur reinrutschen konnte und die noch größere Frae ist: Wie komme ich da nur wieder raus?!

Letztes Mal schlimmes Schneiden (mit nähen): 27. Juni 2009
Danach gabs nicht mehr wirklich was. Nur mal so, dass ich die rasierklinge in der hand hielt und vielleicht mal ganz kurz ganz leicht über die haut gefahren. Aber eben nur so, dass es nach wenigen Tagen nicht mehr zu sehen war. Ich würde sagen immerhin ein Symptom hab ich jetzt recht gut im Griff Naja, dafür habe ich ja ein neues heftiges -> die Fresserei Meine Mutter nennt es "Symptomwechsel"

2009 gab es keinen Suizidversuch trotz chronischer und heftiger Suizidgedanken...
Ich war zweimal in der Klinik und ich denke ich habe eine Menge gelernt, was ich aber nicht in Worte fassen kann, wenn ich danach gefragt werde...Mein Therapeut meinte aber auch ich hätte mich im Positiven verändert, ich sei erwachsener geworden. Klar, emotional immernoch extrem instabi usw, aber im allgemeinen eben erwachsener geworden.


Beste Ereignisse 2009:

- seit dem 31.10.2009 bin ich mit dem liebsten Kerl der Welt zusammen und wahnsinnig glücklich mit ihm. Er ist das Beste, was mir passieren konnte <3
- den Sommer über hab ich ein Gewicht von unter 55kg gehalten und schön viel Sport gemacht (fast zu viel. Aber ich hatte eine sau gute Kondition)
- ich habe die Schule viel viel besser als erwartet begonnen und Hoffnung einen- für mich- recht guten Abschluss zu schaffen
- komme seit Frühjahr viel viel besser als früher mit meiner Familie klar und kann mitlerweile mit den meisten offen reden
- einige Freunschaften wieder etwas stabilisiert bzw. mehr Kontakt aufgebaut
- viele liebe Menschen kennengelernt


Beschissene Ereignisse 2009:

- beim Klauen erwischt worden (naja, der Vorteil ist, dass ich es seitdem nicht mehr mache also hab ich diese bestrafung gebraucht um davon loszukommen)
- seit September 2009 (seit Schulanfang) völlig die Kontrolle über mein Essverhalten verloren und total der Fressscuht verfallen (12kg zugenommen -.-)
- sau faul geworden (von der Sportsucht zu garkeinem Sport mehr^^^)
- geldgierigen betreuer aufgehalst bekommen (den ich jetzt dann hoffentlich bald mal los bin)
- bis Herbst 2009 war ich wahnsinnig einsam und allein und hab mich total zuhause vergraben bzw. in der jeweiligen Klinik


Ja, das war es glaube ich grob. Zumindest das Wichtigste. Falls mir doch noch was einfällt schreibe ich es als edit drunter.

5 Kommentare 3.1.10 13:20, kommentieren

~ Despair ~

Versagerin! Disziplinloses Schwein! Ja ganz genau das bist! Du wirst es NIE schaffen! Wirst von Tag zu Tag fetter und hässlicher werden! Wart's nur ab! Die Rechnung kommt- mit jedem zugenommenem Kilo...

Ja, ich bin mal wieder gescheitert. Ja, ich habe nichts im Griff. ja, ich hasse mich. ja, ich möchte SO nicht mehr weiterhelfen? Who gets me out of this misery..?

4 Kommentare 4.1.10 22:29, kommentieren

Caught

Ich fühle mich so hilflos. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß nur, dass es so nicht weiter gehen kann. Ich gehe kaputt. Langsam aber sicher zerstöre ich mich selbst. Ich muss endlich etwas dagegen tun. Wirklich. Diesmal richtig. Gegen die Essstörung. Gegen das fanatische Dünnseinwollen, was sich bei mir in Überforderung umschlägt und mich nur noch fressen lässt. Nein, ich kann echt nicht mehr. Ich bin am Ende. Ich will das alles nicht mehr. Wieso bin ich so fanatisch? Wieso kann ich nicht einfach mit alldem Mist aufhören und einfach LEBEN? Ich müsste eigentlich wissen, dass ich nicht fett bin, sondern normal. Ja, einfach stinknormal. Nicht zu dick und nicht zu dick. Normal und unauffällig. Vielleicht ist gerade das das Problem. Vielleicht brauche ich nur Beachtung, Anerkennung. Die Gesellschaft beneidet dünne Menschen und krankhaft sehr dünne Menschen bekommen eine Menge Aufmerksamkeit und jeder macht sich ständig Sorgen. Ist es das was ich möchte? Was ich mir wünsche? Ist dies nicht völlig verrückt? Ich werde doch auch anders beachtet. Ich habe einen Freund, der mir alles gibt, was er kann und den ich sehr liebe. Ich habe Freunde, die mir sagen ich sei nicht dick. Ich sähe viel besser aus so wie ich jetzt bin als noch mit 12kg weniger. Jenes sei nicht mehr schön gewesen, sondern einfach nur noch abgemagert und knochig (naja, war trotzdem bloß ein BMI von 18,2 aber bei mir verteilt sich das seltsam, so dass es für andere vielleicht dünner aussah als es in Wirklichkeit war). Nun sähe ich wenigstens wieder gesund aus. Super, gesund. Gesund heißt normal. 0815. Toll. Glanzleistung. Doch wieso möchte ich unbedingt besser sein, beachtet und beneidet werden- um jeden Preis? Es bringt mir nichts. Nein, im Gegenteil. Mit 52kg war ich einsamer als je zuvor und verdammt unglücklich. Ich hatte nur noch das eine. Mein niedrigerwerdendes Gewicht. Es war mein Halt, meine Stütze. Aber es entpuppte sich als schlecht, falsch und die Rechnung bekam ich schnell. Ich rutschte ins andere Extrem, in dem ich mir alles in den Mund stopfe, was mir monatelang verwehrt blieb (klar, hatte ich vorher auch Fressanfälle, aber eben viel viel seltener). Nun hört es nicht mehr auf. Ich hänge mit dem Kopf immernoch in der Sehnsucht nach Dünnsein, doch mein Körper ist süchtig nach Essen. Er schreit den ganzen Tag danach und möchte nichts anderes mehr als Essen, Essen, Essen. Wie soll man so etwas miteinnder vereinbaren? Das geht nicht. Entweder ich esse und werde fett, denn wenn ich erstmal esse, dann höre ich nicht mehr auf. Oder ich nehme ab und quäle mich mit Hunger (was sowieso wieder irgendwann im Fressflash endet und der Teufelskreis beginnt wieder von neuem). Ich will da raus!!! Raus! Raus! Raus! Ich kann nicht mehr...
Heute Nacht war ich wach bis halb vier. Ich konnte und wollte einfach nicht schlafen. Meine Gier zwang mich immer mehr zu essen. Ich beklaute essensmäßig wieder meine Familie- hauptsächlich litten natürlich die Schokoladenvorräte meiner Geschwister, aber auch sonstiges wie Gummibärchen, Schokonüsse, Kekse und sogar Knäckebrot. Ja, hauptsache Essen. Ohje, das gibt noch Ärger, sobal es auffällt.
Vorhin habe ich in meiner Verzweiflung einer Psychotherapeutin geschrieben, die sich mit Essstörungen auskennt und die auch Gruppen leitet. Sie soll mir mal sagen, wo ich Hilfe herbekomme. Ich weiß, dass ich Hilfe brauch und es alleine niemals schaffe. Ich habe es ja schon so oft hoffnungslos versucht...

3 Kommentare 5.1.10 12:08, kommentieren